Tibor (ein blinder Hund findet endlich seinen Glück)
Als wir im November eines Samstags in der Früh in das Auto stiegen um Tibor das erste Mal zu besuchen, waren wir sehr aufgeregt und wussten noch nicht so recht worauf wir uns eingelassen hatten. Die guten drei Stunden Fahrt, wie natürlich auch die Tage davor, verbrachten wir damit über den kleinen, blinden Dackel-Basset Mischling zu reden und darüber was uns wohl erwartet, wenn wir einen so speziellen Hund adoptieren würden.
In Lovasbereny angekommen, sahen wir Tibor schon aus dem Auto. Er war ein bißchen kleiner als ich es erwartet hatte (ich war an große Hunde gewöhnt), aber es gefiel uns von Anfang an wie neugierig er war. Zuerst verbrachten wir ein paar Minuten mit ihm und anderen Hunden im Haus und durften ihn dann zu einem kurzen Spaziergang entführen. In dieser kurzen Zeit wuchs uns dieser kleine Hund schon sehr ans Herz, dennoch beschlossen wir ihn erst eine Woche später zu uns nach Hause zu holen um noch alles in Ruhe vorbereiten zu können.
Eine Woche später holten wir den kleinen Kerl bei der Strudlhofstiege in Wien ab und machten uns das erste Mal gemeinsam auf den Nachhauseweg. Tibor war unheimlich tapfer, aber er tat sich zuerst sichtlich schwer mit den für ihn vollkommen neuen Geräuschen der Stadt und neuen Menschen umzugehen. Zuhause angekommen begann er sofort mit seiner Nase am Boden die ganze Wohnung zu erkunden und innerhalb von kürzester Zeit schien er sich genau gemerkt zu haben wo was steht und wo er laufen kann ohne sich anzuhauen. Besonders die Futter- und Wassernäpfe hatte er schnell gefunden! Der schönsten Momente des ersten Abends waren allerdings die, in denen er sich auf unsere Schöße kuschelte. Tibor war vom ersten Moment an so zutraulich und liebesbedürftig!
In den darauffolgenden Tagen lernten wir einander kennen und vorallem lernten wir uns auf Tibors Bedürfnisse einzustellen. Mit unglaublicher Geschwindigkeit legte Tibor seine Angst vor den meisten Stadtgeräuschen ab und ging vorbildlich an der Leine. Uns fiel plötzlich auf wieviele Bordsteine und Stufen es auf der Straße gibt und auf wieviele Verkehrszeichen, Ecken, Mülltonnen und Menschenbeine man achten muss, wenn man einen blinden Hund an der Leine hat. Inzwischen sind wir so gut aufeinander eingestellt, dass wir uns ganz automatische die besten Wege für Tibor aussuchen und, zum Beispiel, das Kommando "Stufe" hat Tibor sofort gelernt. Bei jedem Absatz testet er mit der Schnauze wie tief er ist und springt dann hinunter. Er traut sich inzwischen sogar Absätze hinauf und hinunter zu springen die höher sind als er ertasten kann, wenn wir ihn dazu auffordern. Es ist so schön zu sehen wie sehr er uns vertraut.
Trotz seiner Blindheit ist Tibor ein zufriedener, aufgeweckter, frecher kleiner Hund. Er spielt gerne fangen, liebt seine Kauknochen, die er mitunter auch drei mal so großen Dalmatinern abknöpft, und würde am liebsten den ganzen Tag kuscheln.
Tibor ist inzwischen so mutig und frech geworden, dass er sogar in der Nach heimlich auf die Couch springt um dort zu schlafen, obwohl er genau weiß, dass er das nicht darf. Das erste Mal, als er das probiert hat, ist er in der Früh nicht mehr von der Couch hinunter gekommen, weil er scheinbar vergessen hatte wie tief es bis zum Boden ist und die Shcnauze zu kurz ist um das auszutesten, aber inzwischen springt er in der Nacht hinauf (trotz Polsterbarrikade!) und in der Früh, wenn die Türe geöffnet wird, wieder hinunter und legt sich auf seine weiche Kuscheldecke... so ein Lausbub!
Tibor findet sich unglaublich gut zurecht! Er erkundet neue Umgebung so schnell und merkt sich ganz genau wo was steht. In seinen beiden Zuhausen findet er sich wunderbar zurecht und ist überall der Herr im Haus. Durch seine Blindheit bekommt er so viel Aufmerksamkeit, die er weidlich aus
In Lovasbereny angekommen, sahen wir Tibor schon aus dem Auto. Er war ein bißchen kleiner als ich es erwartet hatte (ich war an große Hunde gewöhnt), aber es gefiel uns von Anfang an wie neugierig er war. Zuerst verbrachten wir ein paar Minuten mit ihm und anderen Hunden im Haus und durften ihn dann zu einem kurzen Spaziergang entführen. In dieser kurzen Zeit wuchs uns dieser kleine Hund schon sehr ans Herz, dennoch beschlossen wir ihn erst eine Woche später zu uns nach Hause zu holen um noch alles in Ruhe vorbereiten zu können.
Eine Woche später holten wir den kleinen Kerl bei der Strudlhofstiege in Wien ab und machten uns das erste Mal gemeinsam auf den Nachhauseweg. Tibor war unheimlich tapfer, aber er tat sich zuerst sichtlich schwer mit den für ihn vollkommen neuen Geräuschen der Stadt und neuen Menschen umzugehen. Zuhause angekommen begann er sofort mit seiner Nase am Boden die ganze Wohnung zu erkunden und innerhalb von kürzester Zeit schien er sich genau gemerkt zu haben wo was steht und wo er laufen kann ohne sich anzuhauen. Besonders die Futter- und Wassernäpfe hatte er schnell gefunden! Der schönsten Momente des ersten Abends waren allerdings die, in denen er sich auf unsere Schöße kuschelte. Tibor war vom ersten Moment an so zutraulich und liebesbedürftig!
In den darauffolgenden Tagen lernten wir einander kennen und vorallem lernten wir uns auf Tibors Bedürfnisse einzustellen. Mit unglaublicher Geschwindigkeit legte Tibor seine Angst vor den meisten Stadtgeräuschen ab und ging vorbildlich an der Leine. Uns fiel plötzlich auf wieviele Bordsteine und Stufen es auf der Straße gibt und auf wieviele Verkehrszeichen, Ecken, Mülltonnen und Menschenbeine man achten muss, wenn man einen blinden Hund an der Leine hat. Inzwischen sind wir so gut aufeinander eingestellt, dass wir uns ganz automatische die besten Wege für Tibor aussuchen und, zum Beispiel, das Kommando "Stufe" hat Tibor sofort gelernt. Bei jedem Absatz testet er mit der Schnauze wie tief er ist und springt dann hinunter. Er traut sich inzwischen sogar Absätze hinauf und hinunter zu springen die höher sind als er ertasten kann, wenn wir ihn dazu auffordern. Es ist so schön zu sehen wie sehr er uns vertraut.
Trotz seiner Blindheit ist Tibor ein zufriedener, aufgeweckter, frecher kleiner Hund. Er spielt gerne fangen, liebt seine Kauknochen, die er mitunter auch drei mal so großen Dalmatinern abknöpft, und würde am liebsten den ganzen Tag kuscheln.
Tibor ist inzwischen so mutig und frech geworden, dass er sogar in der Nach heimlich auf die Couch springt um dort zu schlafen, obwohl er genau weiß, dass er das nicht darf. Das erste Mal, als er das probiert hat, ist er in der Früh nicht mehr von der Couch hinunter gekommen, weil er scheinbar vergessen hatte wie tief es bis zum Boden ist und die Shcnauze zu kurz ist um das auszutesten, aber inzwischen springt er in der Nacht hinauf (trotz Polsterbarrikade!) und in der Früh, wenn die Türe geöffnet wird, wieder hinunter und legt sich auf seine weiche Kuscheldecke... so ein Lausbub!
Tibor findet sich unglaublich gut zurecht! Er erkundet neue Umgebung so schnell und merkt sich ganz genau wo was steht. In seinen beiden Zuhausen findet er sich wunderbar zurecht und ist überall der Herr im Haus. Durch seine Blindheit bekommt er so viel Aufmerksamkeit, die er weidlich aus





