Ronja (vormals Ivy)

Liebe Frau Hengstschläger,
 
und wieder hat ein Hund aus einem Tierheim 4 Menschen das Leben gerettet …
 

2 – 3 Tage nach unserer Übernahme war unsere Ronja (eh. Ivy) in einer Art Schockstarre, wollte sich nicht bewegen oder gehen. Langsam haben wir sie dann Schritt für Schritt in ihre neue Umgebung eingeführt,- und seither macht sie sehr große Sprünge. Meine Frau wurde sehr bald als Hundemutter „adoptiert“ und zusammen mit unserer Tochter hat sich Ronja ihre neuen Lebensmöglichkeiten erobert. Ronja hat zwischenzeitlich einen gesunden Appetit entwickelt und hat seither ca. 1 Kilo zugenommen. Ihr schütteres Fell ist dichter und weicher geworden und hat einen unwiderstehlichen Glanz bekommen. Viele Leute beneiden uns schon, da Ronja so freundlich und lebendig ist und ein ganz liebes Wesen hat.

Bereits einige Tage nach ihrer Ankunft in unserem Zuhause hat sie uns gleich demonstriert, wie agil sie ist und wie stark sie sich strecken kann. Bei dem Holzlattenzaun, den unser erster Hund (größer als Ronja) niemals überwunden hat, hat sie sich mühelos hochgezogen und war gleich auf der anderen Seite. Sofort haben wir den Zaun mit Brettern erhöht. Nur einen Tag waren wir erleichtert, als Ronja sich abermals streckte, einen Klimmzug machte, sich mit allen 4 Pfoten auf ein Brett mit 3 cm Stärke stellte und uns verschmitzt von oben zusah, wie wir mit offenen Mündern auf der anderen Seite des Lattenzauns dastanden und uns schließlich wedelnd auf der anderen Seite begrüßte. Noch stärkere Planung war gefragt,- 8 Stunden schweißtriefende Arbeit in der Hoffnung, dass es dieses Mal von der Höhe und der Ausführung passen würde.

Ronja gefällt es zwischenzeitlich auf den Feld- und Waldwegen und Wiesen riesig, hat die letzten Tage auch schon Wanderungen von 1 ½ und 2 Stunden mühelos gemacht, und spielt auch sehr gerne mit anderen Hunden, wenn sie nicht allzu groß sind. Wenn sie neue Territorien erschnüffeln kann, macht sie das absolut glücklich und berauscht. Für uns ist es ein wahres Wunder, dass sie trotz ihrer eingeschränkteren Kindheit, so rasch Vertrauen zu uns entwickelt hat, auch zu unserem Sohn, der nicht mehr in unserem Haushalt wohnt, und uns mit ihrer Lebendigkeit, Lebensfreude aber auch ihrer raschen Lernfähigkeit tagtäglich belohnt.

Nach einigen Wochen gemeinsamem Schlafen mit meiner Frau oder unserer Tochter im Wohnzimmer, schafft sie es auch schon recht gut, die Nacht alleine zu verbringen. Stubenrein ist schon fast, lediglich in der Früh ist noch ein Lackerl im Zimmer da. Gerne geht sie auch mit meiner Frau ins Keramikatelier in die Arbeit mit oder bleibt bei mir und/oder unserer Tochter im Wohnzimmer oder im Garten. Auch das Alleinsein von Ronja haben wir schon das eine oder andere Mal erfolgreich ausprobiert.

Gestern haben wir uns einen Online-Vortrag mit Fragen über die Besonderheiten bei der Übernahme von Hunden aus Tierheimen angehört, was sehr aufschlussreich war,- für Herbst wollen wir uns für einen Junghundekurs anmelden, um noch einige wichtige Basis-Übungen mit ihr zu trainieren.

Ronja ist inzwischen der Mittelpunkt in unserem Universum geworden und bereits zum beliebtesten Mitglied unserer Familie aufgestiegen. Wir hoffen alle, dass sie gesund bleibt und dass wir ihr ein schönes und glückliches Leben ermöglichen können.

Wir bedanken uns alle sehr herzlich bei Ihnen, wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei ihren „Familienzusammenführungen“ und verbleiben mit lieben Grüßen

Thomas & Susanna, Sophia, Paul und Ronja
Pilwax   

 

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