Mimi (vormals Biscuit)
Liebes Team von Animalcare!
wo fang ich bloß an? Wir haben im September mit der Hundeschule angefangen. Mimi hat super mitgemacht und es war eigentlich verblüffend einfach, ihr etwas beizubringen. Und so konnten wir letzten Samstag schon zur Begleitunghunde- (BH-) Prüfung antreten. Wegen dem Regen-Matsch-Wetter hatten wir etwas Schwierigkeiten beim Ablegen, aber in der Fußarbeit hat sie eine Leistung gezeigt, die so manchen Rassehund in den Schatten stellt. Auch der Verkehrsteil war ohne Beanstandung und so haben wir locker bestanden. Kimba hat ebenfalls ihre Prüfung bestanden und so gabs abends dann eine riesen Belohnung für die beiden- auch wenn das Posieren fürs Foto etwas knifflig war, mit dem großen leckeren Kaui vor der Nase... :-)
Seminare gemacht und 2x/Woche auch Mantrailing trainiert- sie war super und diese Aufgabe hat ihr viel Selbstvertrauen gegeben- sie hat sich dadurch richtig verwandelt. Unser Ziel ist aber dennoch die Rettungshundearbeit in Flächen- und Trümmersuche- das Mantrailing war dazu der optimale Zwischenschritt, um ihr Vertrauen zu geben. Seit ein paar Wochen ist sie nun so weit, dass sie die für die Flächen- und Trümmersuche notwendige Anzeige (das "Verbellen" einer Versteckperson) auch bei fremden Personen machen kann- sie findets total witzig und hopst fröhlich bellend um die Person im Kreis. Auch das Klettern auf den Trümmern, wo sie anfangs oft sehr unsicher war, macht ihr nun schon richtig Spaß. Somit ist sie nun als Nachwuchshund in die Staffel aufgenommen worden (siehe Foto). Im Training ist Mimi vor Motivation kaum zu halten- momentan arbeiten wir intensiv daran, dass sie mir nicht in die Arme springt, sobald die Tür der Autobox aufgeht... :-) Auch Mitfahren im Hundeanhänger oder in den Hundeboxen der Staffel, Trainingstage mit Übernachtung auf dem Trainingsgelände, etc. macht sie mit Freude mit- sie ist mittlerweile für jedes Abenteuer zu haben. Auch lässt sie sich schon immer besser von fremden Personen streicheln. Wenn sie ein Leckerli in der Hand halten, springt sie ihnen auch mit den Vorderpfoten auf den Schoß oder gibt Pfote. Wenn sie so weiter macht, können wir im Frühjahr unser nächstes großes Ziel in Angriff nehmen - die Therapiehundeausbildung.
Ich habe mir auch meinen letzten Bericht an euch vom Sommer durchgelesen und muss sagen, seither hat sich wirklich enorm viel getan. Mimi knabbert auch keine Möbel oder Kabel mehr an. Ihr Sozialverhalten ist nun wieder viel sicherer und man kann sie gut mit verschiedenen Hunden frei laufen lassen. Auch hat Mimi die ersten Monate nur am Boden geschlafen - mittlerweile schläft sie bei uns im Bett, vorzugsweise auf meinen Beinen oder zwischen meinem Mann und mir - was ich in ihrem Fall auch zulasse und sogar als großen, großen Fortschritt werte. Sie kuschelt mit großer Leidenschaft, drückt sich mit ihrem Kopf zu mir her und fällt dann irgendwann in einer Art Purzelbaum neben mir nieder. Ich genieße es, ein richtiges "Rudel" zu haben und auch die Hunde scheinen es zu genießen - Mimi hat das "Rudel" irgendwie stabilisiert, seit sie da ist gibts auch zwischen Cindi und Kimba keinen Streit mehr (die waren früher manchmal im Streit um einen Knochen oder ein Spielzeug aneinandergeraten).
Aufgrund ihres Alters und diverser Wehwechen begleitet und Cindi nur noch auf den kürzeren Spaziergängen, aber sie genießt trotzdem das Rudelleben, wie das Sonntags-Bettkuschel - Foto zeigt. Die restlichen Bilder zeigen uns beim Spazierengehen und Wandern, u.a. beim Stift Kremsmünster, wo die beiden Lauser so süß fürs Foto posiert haben. Was ich besonders toll an Mimi finde, ist dass sie selbst so viele lustige Einfälle hat - jeden Tag fällt ihr ein neuer Spaß ein und es gibt mit ihr immer was zu lachen. Ihre neuste Idee ist nun, dass sie mir abends vor dem Schlafen einen Kauknochen bringt und mir auf die Brust legt ... wenn ich ihn nehme und ihr wieder zurückgebe, dreht sie eine Runde damit im Zimmer, kommt wieder und legt ihn wieder auf mich, stupst ihn so, dass er Richtung meinem Mund rollt... das wiederholt sich so lange, bis ich irgendwann so tue, als würd ich ihn essen: dann ist sie zufrieden, legt sich hin und schläft ein.
Ihr seht, uns wird es nicht fad und wir haben noch viel, was wir erreichen wollen. Auch wenn ich es anfangs wegen ihrer damaligen Ängstlichkeit nicht ganz glauben wollte, aber Mimi ist total glücklich mit ihrem abwechslungsreichen Leben und ich bin richtig happy, dass ich sie habe.
Lg, Melanie





