Mimi (vormals Biscuit)

 Liebe Barbara!

Ich glaub es ist wieder mal Zeit von Mimi zu berichten. Mimi ist, wie man sicher auch auf den Fotos vom Spielen auf unserem Trainingsplatz sieht, immer noch ein seeeehr lebendiger und wie ich meine auch sehr glücklicher Hund. Sie ist mein erster Hund mit "Apportiertalent"- sie bietet es also von sich aus an und ich muss es nicht mühsam über Shaping erarbeiten wie bisher.

Dann gibts noch eine große Neuigkeit: Im Juli wirds Zuwachs bei uns geben. Seit ich schwanger bin, v.a. wenns mir mal nicht so gut geht, bringt mir Mimi abends einen Kauknochen, wartet bis ich ihn "esse" und legt sich dann mit Kimba ganz eng neben mich. So bin ich also wunderbar versorgt. :-) Leider wurde Mimi in den letzten Monaten immer mehr "undicht", hat einfach im Schlaf Harn verloren, auch im Auto in der Box, etc. - ich hab eine Zeit gebraucht um das zu kapieren und dachte immer, es happert noch ein wenig mit der Stubenreinheit oder die Pfützen sind von unserer alten Hündin Cindi, die ja auch schon teilweise inkontinent ist. Es ist aber dann doch eindeutig gewesen, Mimi hat eine Inkontinenz wie sie bei kastrierten Hündinnen vorkommen kann und sie bekommt jetzt ein Medikament, dass schon zwei Tage später volle Wirkung zeigte und seither ist sie auch absolut stubenrein.

Hundeschule, Reitstall, Rettungshundetraining,... wie man am Foto sieht, Mimi ist immer sofort und voller Tatendrang im Auto, kaum hab ich Kofferrraum und Box offen. Im Reitstall benimmt sie sich nun auch schon vorbildlich- nach anfänglichen Pferde-jage-versuchen wenn diese auf der Koppel waren kann ich sie nun bedenkenlos frei laufen lassen, sie jagt nicht mehr und achtet darauf, wo ich bin. Das Rettungshundetraining läuft gut, Mimi wird immer sicherer und verbellt nun auch schon Versteckpersonen in ungewöhnlichen Positionen liegen oder hocken recht sicher, auch ohne Sichtkontakt zu mir.

Im Januar hat Mimi zum ersten Mal eine Nacht "auswärts" geschlafen, gemeinsam mit Kimba und Cindi haben sie bei meinen Eltern übernachtet- ich war super aufgeregt und wir haben zig mal vorher anleinen geübt und es sind viiiiiele Leckerlis in Mimis Schnäuzchen gewandert. Und es hat total gut geklappt- sie hat sich von meinen Eltern und meinem Bruder als ich weg war problemlos angreifen und anleinen lassen, hat dann sogar in der Nacht beschlossen sich zu meiner Mama ins Bett zu legen!

Und wie wir es uns letztes Jahr vorgenommen haben, gehts jetzt in Richtung neuem Ziel: Letzte Woche waren wir zum ersten Mal im Junghundekurs vom Verein "Tiere als Therapie", der Mimi langsam auf ihre Aufgabe als Therapiehund vorbereiten soll. Es ist gelaufen wie erwartet: im Bereich Unterordnung, Aufmerksamkeit usw. hat sie alle anderen in die Tasche gesteckt. Ein großer Teil des Trainings findet auch in Therapieräumen statt und dort war ich schonmal sehr begeistert dass Mimi in einem kleinen, fremden Raum mit 3 anderen Hunden und 5 Menschen keine Panik bekommen und sich schnell entspannt hat. Sie hat brav Leckerlis vorsichtig aus der Hand der Trainerin genommen, hat auch hunderte Male Pfoti gegeben. Alles in Richtung Streicheln, Bürsten, Drübersteigen usw. ist aber noch sehr sehr schwierig bis unmöglich gewesen, jedoch hat sie sich am Ende des Trainings immerhin sowohl von der Trainerin als auch von unserer Zweigstellenleiterin streicheln lassen. Das läuft immer noch wie gehabt- kaum hat die Person die Hand auf ihr, ist es kein Problem- aber bis dieser Kontakt da ist, ist es immer total schwierig. Auch die Trainerin schätzt Mimi so ein wie ich- sie WILL gestreichelt werden, WILL Kontakt zu den anderen Menschen, fände es sogar irgendwie lustig- doch steht sich mir ihrer Angst einfach fürchterlich selbst im Weg und durchschaut alle Tricks und Versuche schon so sehr, dass es wirklich schwierig ist. Wir sind uns beide nicht sicher, ob wir diese Schwierigkeiten wirklich noch soweit in den Griff bekommen, dass Mimi mal ein Therapiehund wird, aber da sie letztes Mal eigentlich doch irgendwie Spaß hatte und total bemüht mitgemacht hat, probieren wir es- schaden tut es auf keinen Fall, wenn wir regelmäßig ein wenig intensiver am Menschenkontakt arbeiten. Seither üben wir täglich zuhause mit meinem Mann- der ist das perfekte Bindeglied zwischen "Fremden" und mir- ihn findet sie nicht sooo suspekt wie andere Menschen, aber so sicher wie bei mir ist sie auch nicht. Und siehe da, jeden Tag merkt man Fortschritte, drübersteigen wenn sie Platz liegt zum Beispiel geht jetzt schon super, auch alle Pfoten darf mein Mann schon berühren, während sie neben mir in Grundstellung sitzt. Nun werd ich dies langsam immer weiter steigern, mit anderen Personen üben usw. und bin schon gespannt, wie es beim nächsten Termin dann läuft.

Nachdem ja dann arbeitstechnisch bei mir eh eine Babypause angesagt ist, haben wir ja grundsätzlich alle Zeit der Welt, all dies zu üben und noch geb ich die Hoffnung nicht auf, dass aus Mimi irgendwann doch ein Therapiehund wird.

Soweit also die Neuigkeiten von uns,

liebe Grüße, Melanie und die Hundebande!

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