Meena (vormals Minnie)

Liebe Frau Byers!

Meine Frau möchte immer die perfekte Happy Story schreiben, aber da das Leben eben normalerweise nicht nur happy ist, kommt sie nie dazu - darum sind wir so in Verzug mit der Geschichte. Jetzt hat sie mich beauftragt, zumindest etwas, wenn auch nichts perfektes, zu schreiben.

Also zuerst ist zu sagen, dass wir für Meena sehr dankbar sind, wir mit ihr sehr glücklich sind und ganz allgemein froh, dass sie bei uns ist. Aber Meena ist eben auch ein auf ihre Weise schwieriger Hund, weil vermutlich einmal misshandelt, und darum brauchte sie und braucht lang, um sich an uns zu gewöhnen und Vertrauen zu fassen. Nachdem was wir von anderen Haltern ehemals misshandelter Hunde gehört haben, kann es sein, dass sie erst nach ein oder zwei Jahren ihr Herz ganz für uns geöffnet haben wird. Sie macht aber stetig Fortschritte, und auch darum ist/war es schwer, den richtigen Zeitpunkt für eine Happy Story zu finden, da die Story eigentlich langsam aber stetig immer happier wird.

In Kürze einmal das Wichtigste zusammengefasst: Sie war/ist enorm schüchtern und rührt sich in der Wohnung nie von ihrem Platz am Sofa. Sie hat noch nie gebellt (außer im Schlaf, wenn sie träumt hören wir sie manchmal bellen). Sie hat von Anfang an gut gegessen. Sie ist 100% stubenrein. Sie hat eine Reihe gesundheitlicher Probleme und war schon oft beim Tierarzt. Wobei keines dieser Probleme wirklich tragisch ist oder sich auf ihre Lebenserwartung auswirken wird. Sie wurde mit Zwingerhusten diagnostiziert, mit Augenentzündung und schlechtem Zahnfleisch, und zuletzt hat ein Röntgen ein stark vergrößertes Herz ergeben, und es kann nun sein, dass der Husten ein Sekundärsymptom vom Herzen ist. Ich kenn mich da nicht so gut aus wie meine Frau, die die wahre Expertin für Meenas Gesundheit ist.

Draußen ist sie sehr vorsichtig und schreckhaft und es ist darum nicht leicht, mit ihr spazieren zu gehen. Wir versuchen mit ihr an ruhige, geschützte Orte zu fahren, wo keine Menschen sind, wo sie sich dann entspannt, und gerne und gut läuft. In Gesellschaft von anderen Hunden fühlt sie sich wohl, und sie kann dann richtig herumtollen. Menschen flößen ihr im allgemeinen Furcht ein.

Sie folgt meiner Frau schon zu einem gewissen Grad, aber noch lange nicht so, dass sie zB im Park ohne Leine gehen könnte, da man immer befürchten muss, dass sie in Panik flüchtet, wenn sie von irgendwas erschreckt wird. Für die Erziehung wie Sitz, Platz und andere praktische Dinge ist es also noch zu früh, da die Bindung zwischen Tier und Mensch noch nicht stark genug ist.

Wir haben hier ein paar Fotos von Meena und unserem Leben mit ihr geschickt.

Sie sieht aus wie ein Hippie mit den langen Haaren, aber es geht jetzt bald zum Frisör.

Es gäbe über Meena noch viel zu sagen, aber sie müssen wissen, dass wir beide Meena sehr lieben und uns sicher sind, dass sie eine treue und ganz besondere Feundin sein wird, wenn sie einmal ihre Vergangenheit hinter sich gelassen hat und ganz bei uns angekommen ist, was wie gesagt noch ein andauernder Prozess ist.

LG Georg Naggies

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