Lena (vormals Dalma)

Der neue Hund in unserer Mitte

Schon seit meiner Jugend spielen Katzen und Hunde eine große Rolle in meinem Leben. Ebenso hat meine Frau diese Einstellung geteilt und unsere Töchter wurden in der Weise erzogen, dass auch alle (tierischen) Lebewesen eine Daseinsberechtigung genießen und Haustiere im Besonderen Schutz und Pflege benötigen. 

Durch Suche u.a. übers  Internet entstand eine gewisse optische Bindung zu Dalma, einer 6jährigen Hündin.

Am 08.08.2015 habe ich sie aus einem ungarischen Heim zu uns nach Österreich als – hoffentlich langzeitiges Familienmitglied - geholt. Nach reiflicher Überlegung, anfänglicher Skepsis des Zustandes und vor allem der Psyche des Tieres wegen habe ich mich trotzdem im Einklang mit meiner Familie dazu durchgerungen, diesen Schritt zu tun.  

Bereits das 1.Kennenlernen am Treffpunkt mit einem Vertreter der animal-care-organisation und den bisherigen „Zieheltern“, und natürlich dem Hündchen, war schon sehr beruhigend.  Sofort nach der freundlichen, spontanen Begrüßung, die die Hündin uns gegenüber zeigte, waren erste Bedenken ausgeräumt. Der zweite Schritt geschah durch den kleinen Mops meiner älteren Tochter. Beide waren zur Überführung des Neuankömmlings mit mir gefahren. Die Tiere beschnupperten sich wie alte Bekannte und verschwanden sofort in der Wiese, um gemeinsam ihre Erkundungen sowie nebeneinander Geschäftchen durchzuführen.

Das Eis war schon gebrochen.  Nach kürzester Zeit in neuer Umgebung hat Dalma bereits gezeigt, dass und wie sie sich „angepaßt“ hat. Es war fast unglaublich. Daher hat sie bei uns den Namen Lena, hat natürlich ihr eigenes Körberl und schon einen neuen Freund, der 2 Tage bei uns verblieben ist.  

Die heiße Jahreszeit hat dazu geführt, dass Tochter, Mops und Lena die nächsten Tage beim Schotterteich verbracht haben.  >> Lena ist ein bisschen wasserscheu, aber ohne Scheu und Aggressionen. Total relaxed bringt sie die für sie neue Beschäftigung hinter sich (12.08.2015)

Die jüngere Tochter wohnt zwar etwas weiter weg, ist aber mit ihren 2 Chihuahuas mit den Anderen zum Badeteich gefahren. Auch diese Beiden haben keine Probleme mit dem Neuzugang, umgekehrt auch nicht. Super war das!

Dass sie eine kleine Diebin ist, was Essen anbelangt, ist nur eine Frage der Zeit und unseren Umdenkens, was die Aufbewahrung von Speisen anbelangt.

Schlafen und spielen mit dem Mops, der oft bei uns nächtigt, wenn meine Tochter Nachtdienst hat, war eine sehr gute Möglichkeit der Eingliederung in unsere Sippe.

Folgen lernt sie jetzt, das ist für beide Seiten ein Geduldsspiel  (19.08.2015)

Einzig und allein das Zusammenleben mit unseren 4 Katzen (12, 10 und 4J.) stellt ein, aufgrund ihrer Größe und ihres ausgelassenen, freudig erregten Wesens, kleines Problem dar. Sie möchte spielen (das sieht manchmal aus wie jagen?), die kleinen Pelzmäntelchen sind darüber not amused.

Langsam stellt sich eine gewisse Ruhe ein. Der Clanchef, der 10j. Charly, ist ein total gutmütiger und liebevoller Schmusetiger. Er geht schon mit Lena auf Tuchfühlung, wenn auch kurzzeitig. Mit Schmusen. Und da er nicht davonläuft, hat sie nicht das Bedürfnis, hinterher zu laufen.  Das wird schon. Alle anderen Katzen kommen auch schon. Ich habe ein gutes Gefühl  (25.08.2105)  

Jetzt sind ziemlich genau 4 Wochen vergangen, seit Lena bei uns eingezogen ist und mit viiiiiel Geduld und Überredung ist es bereits vor 3 Tagen gelungen, dass unser Charly unter/neben usw. mit  Lena „verkehren“ kann. Mittlerweile hat auch unsere älteste Katze, Xena, bei mir liegend mit dem Hund Kontakt aufgenommen.

Und so schaut das jetzt aus:

Im Hintergrund sitzt Lucy (gerufen „Lutschi“, 4J.), oben Charly, Lena und ihr Freund „Horst“, der Mops. 

Alles in Allem kann ich nur von angenehmen und liebevollen Tagen mit unseren Hausbesetzern berichten. Alle sind froh, dass wir einander haben und gegenseitig schöne Stunden im Kreis der sich aneinander anpassenden Tiere erleben.  

Durch eine spürbar gute Vorbereitung der ungarischen Heimbetreiber in Sachen Sozialisierung und Zugänglichkeit wurde der Hündin der weitere Weg in ein vernünftiges Leben erleichtert.  

Familie L.