Black Jack

Happy Story

Hallo allerseits! Mein Name ist Handsome Jack und ich möchte euch heute von meinem Leben bei meiner neuen Familie erzählen:

Als ich zwei meiner neuen Menschen kennenlernte, wusste ich noch nicht, dass ich bei ihnen wohnen würde. Sie waren mir zwar sympathisch, aber so richtig lieben lernte ich sie erst im Laufe der darauffolgenden Tage. Die erste gemeinsame Stunde mussten wir nämlich in einem Auto verbringen, was mir absolut nicht gefiel. Aber irgendwann war die Fahrt vorbei und ich durfte mein neues Zuhause inspizieren.

Anfangs war ich etwas überwältigt, weil es dort so viele Menschen gibt, die ich mit meiner Hundeliebe überschütten kann. Meine neue Hundefreundin, mit der ich meine Familie teile, war mir gegenüber etwas skeptisch– wahrscheinlich, weil ich fast doppelt so schwer bin und um ein gutes Stück größer. Außerdem war ich so müde, dass ich die ersten Tage kaum mit ihr spielen wollte. Inzwischen toben wir aber mehrmals pro Tag ausgelassen durch den Garten und ich habe festgestellt, wie toll man zwischen den vielen Büschen und auf dem Hügel fangen und verstecken spielen kann.

Natürlich helfe ich, wo ich kann. Vor allem passe ich auf meine Hundefreundin auf. Sie ist etwas ängstlich und ich beschütze sie vor all den bösen Dingen, die ihr Angst machen – zum Beispiel vor dem Besen, vor Einkaufstaschen und vor den großen Paketen, die der Postbote fast täglich liefert. Auf die Katzen im Haus würde ich auch gerne aufpassen und ihnen bei der Fellpflege helfen, aber die wissen meine Bemühungen gar nicht zu schätzen. Sie gehen einfach hochnäsig weg, wenn ich sie waschen möchte. Schade, aber so sind Katzen nun mal. Man muss viel Geduld mit ihnen haben.

Meine Familie sagt, dass ich sie toll erziehe. Das stimmt. Sobald ich etwas Essbares wittere, räumen sie es ganz schnell weg. Die Küche wird wirklich sofort nach dem Essen aufgeräumt. Wahrscheinlich machen die Menschen das, damit ich nicht so viel Arbeit mit dem Geschirrspülen habe (ich würde es aber wirklich gerne saubermachen). Mein eigenes Essen bekomme ich zwei Mal täglich serviert. Ich hätte zwar kein Problem, mich selbst aus dem Kühlschrank oder dem Vorratsschrank zu versorgen, aber irgendwie will das meine Familie nicht. Eigentlich schade, aber auf Menschen muss man halt auch Rücksicht nehmen wie auf Katzen und auch viel Geduld haben.

Manchmal dekorieren meine Hundefreundin und ich die Wohnung. Im Garten blühen sehr viele Blumen und Sträucher und wir pflücken die schönsten, um sie dann auf dem Holzfußboden zu verteilen. Sieht sehr hübsch aus und mein großer Mensch lacht dann immer und freut sich mächtig. Zum Dank werde ich ganz fest geknuddelt. Es ist schön, wenn man etwas zurückgeben kann! Momentan genieße ich es einfach, hier zu sein. Kürzlich wurde mir mitgeteilt, dass ich bald zur Schule gehen soll. Ich weiß zwar nicht, was das bedeutet, aber ich gebe der Sache mal eine Chance.

Für heute muss ich mich leider verabschieden, weil meine Menschen schon wieder viel zu viel arbeiten – ich passe nämlich immer auf, dass sie ihre Pausen machen. Wenn sie zu viel Zeit im Büro im Erdgeschoß verbringen, locke ich sie an die frische Luft. Dann lachen sie und ich weiß, dass es ihnen gut tut, mit mir Gassi zu gehen. Ich glaube, ich bin ein echter Jackpot für meine Menschen. Jedenfalls sagen sie mir das immer wieder.

Hinweis: Dieser Text wurde ursprünglich in Hundisch verfasst und für bessere Lesbarkeit von einem meiner Menschen auf Deutsch übersetzt.