Barney

Liebe ACA-Freunde in Österreich und Ungarn!

Da bin ich wieder, euer Barney. Erinnert ihr euch? Wieder habe ich ein ereignisreiches Jahr hinter mich gebracht. Ich, Barney, schwarzer Wuschelkönig, Mamas schwarzer Diamant, habe wieder viel zu erzählen! Dieses Jahr hat so viel gebracht – aber alles der Reihe nach.

Spazierengehen im Wald ist ja schon etwas ganz Normales geworden, aber meine Menschen-Mama konnte nicht mehr so gut gehen im Schnee und so bin ich oft mit Tante Brigitte und meiner Freundin Mona, der Boxerhündin, allein gewandert. Als das kalte nasse weisse Zeug dann weg war, konnte meine Mama gar nicht mehr gehen und musste ins Spital. Ich bin derweil bei der Tante Elisabeth geblieben. Da hab ich auch einen Freund, der heisst Bello und ist so wie ich ganz scharz. Ich war aber nur ein paar Tage dort, dann durfte ich wieder heim zu meiner Mama. Die ging jetzt mit zwei Stöcken und ganz langsam, aber ich bin ja ein gescheiter und rücksichtsvoller Hund, und so bin ich immer nur gemütlich langsam gegangen, damit ich meine Mama nicht mit der Leine umreisse. Es hat auch gar nicht lange gedauert, dann konnte meine Mama wieder ganz normal gehen und wir wieder zusammen im Wienerwald wandern. Hab ich mich da gefreut! Aber nach ein paar Wochen passierte etwas mit dem Bein meiner Mama und sie musste ganz schnell wieder ins Krankenhaus und ich wieder zur Tante Elisabeth. Zuerst dachte ich, dass es wieder nur ein paar Tage dauert, aber das war ein Irrtum. Weil es so lange dauerte, wurde ich ganz traurig und wollte nichts mehr essen und nicht mehr mit dem Bello spielen und überhaupt nicht mehr Gassi gehen. Meine Mama hat angerufen und gesagt, sie sollen mich wieder nach Hause bringen, damit ich meine gewohnte Umgebung wieder sehe. Tagsüber bin ich dann zu unserer Nachbarin in den Garten gegangen und nachts habe ich mit unseren Katzen in unserem Haus geschlafen. Das war besser und mir hat wieder mein Futter geschmeckt und ich bin mit der Nachbarin ganz viel spazieren gegangen. Meine Mama hat mir aber trotzdem gefehlt. Nach einer Zeit musste aber die Nachbarin auch verreisen und so hat mich Tante Brigitte geholt und ich durfte bei ihr und meiner Freundin Mona bleiben. Ja,  und dann kam meine Mama endlich aus dem Krankenhaus zurück und – stellt euch vor – jetzt konnte sie wieder ordentlich gehen! Was hab ich mich da gefreut, ganz wuschelig war ich im Kopf vor Freude! Aber das allerschönste kommt noch … Eines Tages packte meine Mama grosse Taschen und einen Koffer und den Rucksack, den wir immer zum Wandern mitnehmen, ins Auto. Am nächstem Morgen ganz zeitig in der Früh trug sie dann noch mein Körbchen ins Auto und dann hiess es: Einsteigen! Wow – so umfangreich hat noch keine Wanderung begonnen! Wir holten Tante Brigitte von daheim ab und dann fuhren wir ganz lange mit dem Auto. Irgendwann am Nachmittag erreichten wir unser Ziel und dann luden wir alle unsere Sachen in ein ganz grosses Auto um und fuhren damit auf einen hohen Berg zu einem Gasthof. Auf dem Weg dorthin sah ich ganz viele Tiere, Mama sagt, die heissen Kühe. Und in dem Gasthof haben wir dann eine Woche lang gewohnt. Wir haben jeden Tag eine lange Wanderung gemacht, meistens ging es über ganz steile, schmale Wege und ich musste tüchtig klettern! Aber es hat ganz grossen Spass gemacht. Die grossen Tiere, die Kühe heissen, hab ich mit allergrösstem Respekt beobachtet, aber sie haben sich gar nicht für mich interessiert. Als wir dann wieder zurück zu Hause waren, konnte ich die Bergerl im Wienerwald viel besser hinauflaufen! Das hat das Training auf der Alm gemacht! Und weil ich doch jetzt ein Hochgebirgs-Puli bin, sind wir dann noch einen Tag auf den Schneeberg gefahren. Das war aufregend mit dieser Eisenbahn, weil es da so eng war und es so laut gerumpelt hat. Aber ich hab mich einfach unter die Sitzbank gelegt und dort gewartet, bis wir wieder aussteigen durften. Und dann gings über den ganzen Bergrücken zu einer Schutzhütte. Da konnte ich meine Kletter-Erfahrungen wieder gut anwenden! Das hat Spass gemacht!

Ja, jetzt kommt wieder der Winter mit all dem kalten nassen Zeug auf den Wiesen und Wegen. Wir werden sehen, was es da für mich zu erleben gibt, jetzt, wo meine Mama wieder ganz gesund ist. Hurra, Freunde, das Leben ist schön! Ich wünsche Euch allen einen guten Winter, ein warmes Platzerl zum Schlafen und eine volle Schüssel. Und wenns geht, ein richtiges Zuhause mit eurer eigenen Familie!

Euer Barney  

PS.: Er ist meine ganze Freude! Ich kann gar nicht genug danken für diesen wunderbaren Hund!

Waltraud Novak

Athabaske's Maine Coons