Mimi (vormals Biscuit)

Liebe Barbara!

Freut mich, dass ich dir mit den Fotos eine Freude gemacht hab.

Der See ist der Wolfgangsee im Salzkammergut, an der Grenze zwischen OÖ und Salzburg. Es gibt dort zwar nur wenige Badeplätze, an denen Hunde erlaubt sind und noch weniger, an denen sie direkt ins Wasser hineindürfen (nicht nur abseits irgendwo) und meist ist Leinenpflicht, aber da Mimis Sozialverhalten momentan etwas zu wünschen übrig lässt (sie ist sehr unsicher und geht im Moment gerne auf Konfrontation- aber nur wenn Kimba in der Nähe ist, da diese das dann für sie ausbadet ... vor allem an der Leine fällt es ihr schwer, durch die Begrenzung schein sie noch unsicherer zu werden ... aber wir arbeiten daran), war ich ganz froh, denn Leinenpflicht heißt auch, dass alle anderen Hunde an der Leine sind. Der Badeplatz an dem wir da waren ("Fürberg"), war aber perfekt für uns, wie gesagt Leinenpflicht- nicht so viel los, genug Platz auf der Liegewiese, mehrere kleine, einzelne Liegebereiche, viel Schatten, Hunde dürfen direkt ins Wasser, ein riesen Spaziergeh- und Wandergebiet gleich angrenzend zu den Liegewiesen .... es war herrlich. Haben für Kimba und Mimi unsere Drahtgitterboxen aufgestellt, eine leichtes Stück Stoff darüber, ein paar Kauis hinein- und schon hatten sie ein sichtgeschütztes, gemütliches, schattigs Plätzchen, wo sie gerne drin lagen zum ausruhen. Ansonsten (man siehts ja auf den Fotos) war kuscheln bei Frauli und Herrli auf der Decke angesagt. Mit meinem Mann Tobias hat sie auch große Fortschritte gemacht in der Woche, draußen kann er sie schon problemlos streicheln, anleinen und sie spielt auch ganz ausgelassen mit ihm, was ich als ganz großen Fortschritt werte. Im Haus fällt ihr der Kontakt mit ihm noch schwer, oft lässt sie sich drinnen noch nicht angreifen ... (am liebsten mag sie ihn, wenn er im Bett liegt und sie heraufhopsen darf, da traut sie sich am ehesten hin zu ihm und lässt sich dann aber mit Genuss streicheln.) Mich liebt sie weiterhin heiß und innig, ich darf ALLES machen, Ohren saubermachen, ins Maul schauen, Bürsten, hochheben (beim Wandern mussten ich sie ein paar Mal über solche Viehgatter heben) ... mir gegenüber ist sie dir größte Kuscheltante und kriegt sich gar nicht mehr ein vor Schmusewütigkeit. Im Rettungshundetraining arbeiten meine KollegInnen viel mit Mimi daran, dass sie Fremden gegenüber mutiger wird. Wenn sie mit Streichwurst-Schleck-Tupperdosen ausgerüstet sind, läuft sie den Fremden schon mit aufgestellter Rute quer übers Feld nach, sie steht dann beim ausschlecken auch schon selbstbewusster dort, nicht mehr so fluchtbereit, und lässt sich auch streicheln, obwohl ich weit weg stehe, sogar wenn sie die Dose zwischendurch wegnehmen, können sie sie weiterstreicheln. Und sie hat richtig Spaß dabei, japst schon vor Freude, wenn sie merkt sie kommt dran .... so in der Art werden wir auch weitertrainieren, die Schwierigkeit dann langsam erhöhen und vom freien Feld mal in eine Baumgruppe, den Wald, an einen Zaun, zwischen zwei Autos usw zu kommen. Sie hat kapiert, die Menschen haben alles was leckeres und sind superlieb und deswegen WILL sie Kontakt zu ihnen haben ... doch ihre Vorsicht ist noch da und so sieht man ihr an, wie es in ihr kämpft und wie sie sich selbst im Weg steht ... auch wenn mir das leid tut, ganz ehrlich, es ist schon irgendwie witzig anzusehen, wie es in ihrem Köpfchen rattert .... ;-) Auch die Anzeige (das Bellen bei der Versteckperson) übe ich zuhause schon mit ihr, dass will sie aber gar nicht so recht kapieren- sie bellt zwar oft und gerne, kaum hab ich aber ein Leckerli zur Belohnung in der Hand, ist ihr Mund versiegelt. :D Aber das wird schon noch, haben ja keinen Stress. Bald gehen in der Hundeschule die Kurse wieder los und ich freue mich schon, mit Mimi dort auch zu trainieren. Natürlich läuft nicht immer alles ganz so rund... Neben dem Trainingsaufwand durch die nachzuholende Sozialisierung und Gewöhnung an die Umwelt, treibt sie mich zuhause auch noch manchmal in den Wahnsinn ... Trotz viel Beschäftigung tagsüber, nach einer halben Stunde Rast ist sie meist wieder "online"- die Welt ist einfach zu spannend. :-D Kabel sind immer noch nicht ganz sicher vor ihr, ich verstehe nicht, warum die besser schmecken als die 100 Kauknochen, die herumliegen?! ;-), auch auf die Möbel muss ich immer noch was draufsprühen (das Knabberstoppspray hält immer nur 3-4 Tage, dann scheint die Wirkung aufzuhören) ... sie versucht sich momentan auch als Katzenjägerin und rennt hinter unseren Katern her- sie tut ihnen nichts, scheint einfach Spaß am hinterherlaufen zu haben, aber ich muss sie halt immer im Auge behalten, um das zu unterbinden. Nachts ist sie manchmal furchtbar unruhig und sobald die Sonne aufgeht, steht sie vor dem Bett und zeigt mir DEUTLICHST, dass sie erwartet dass ich nun aufstehe und Action mit ihr mache ... Langsam scheint sie nun aber zu kapieren, dass nicht sie diejenige ist, die das bestimmt und manchmal klappt es schon ganz gut, dass sie nach einem kurzen Gassi im Garten wieder Ruhe gibt ... aber ich als Morgenmuffel finde das echt nicht so toll, um 5 Uhr früh schon mit der Erziehung anfangen zu müssen ... ;-) Mit ihren Kuschelattacken, ihren Späßchen und ihrer superlieben Art gleicht sie diese etwas mühevolleren Momente dann aber wieder hervorragend aus. Und ich bin superstolz darauf, was ich schon alles mit ihr erreicht habe und genieße irgendwie doch auch, dass dieser Wauz nun eine Herausforderung für mich ist. :-D Soweit ein etwas genauerer Bericht von Mimi,

viele liebe Grüße, Melanie

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