Elisa
Liebe Frau Hengstschläger!
Endlich ist die Zeit wirklich etwas besinnlich geworden und ich finde Zeit ein paar Zeilen zu schreiben, was ich ja schon lange vor hatte. Elisa ist ja nun schon 2 Monate bei uns und mittlerweile ist es für uns normal geworden, dass sie hier ist. Sie ist in unseren Alltag gut integriert, aber das war natürlich nicht von Anfang an so, da mussten wir auch schon einige Feuerproben gemeinsam durchleben. Die ersten 2 Wochen waren für mich persönlich sehr anstrengend, weil ich ja die meiste Zeit mit ihr verbringe. Ich wollte so viel wie möglich "richtig" machen und das hat mich natürlich in eine große Anspannung gebracht. Bei jedem Gassi gehen wurde ich mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr das Durchgehen von Türen und Korridoren großen Stress bereitet. Wie vorher geahnt war natürlich alles sehr beängstigend für sie und nach diesen 2 Wochen im neuen zu Hause stieg die Anspannung erst mal richtig an. Morgens beim Weggehen hatte sie vor lauter Stress in ihr Bettchen gepinkelt. Das war für mich der Punkt um Hilfe zu bitten. Eine ansässige Hundepsychologin war bei uns zu Besuch und half uns, die ganze Sache etwas lockerer zu sehen und vieles besser zu verstehen. Von da an ging es nur noch bergauf.
danach wird gespielt, bis es der Katze zu wild wird. Unsere ältere Katze, die Diva, wird ausgiebig beobachtet, doch die von ihr gesteckte Grenze respektiert Elisa voll und ganz. Ich bin regelmäßig mit ihr in Wald und Wiese unterwegs, mit einer langen Laufleine, damit sie sich richtig austoben kann. Gleichzeitig haben wir aber auch schon mit dem "Training-Leinenführigkeit" begonnen, wo sich Elisa gut entwickelt. Komm - Sitz - Bleib - funktioniert schon sehr gut und beim generellen Aufmerksamkeitstraining macht sie auch große Fortschritte. Spielen mit Bällen usw. kann sie noch gar nicht - ist aber egal.
Wir haben viel Spaß bei allen anderen Trainingsaufgaben, die uns unsere "Lind-Art-Trainerin" für zu Hause aufträgt. In die normale Hundeschule werden wir nicht gehen. Darin sehe ich keinen Sinn.
Häuser zu verlassen und zu betreten macht ihr noch immer Schwierigkeiten und bei allem Fremden reagiert sie mit Stress. Doch in allem was wir mit ihr tun merken wir Verbesserungen - manche sind nur klein und kaum sehbar, und manche finden wir überwältigend. Ganz sicher aber möchten wir unsere Elisa nicht mehr missen.
Wir lieben sie und wir freuen uns auf viele gemeinsame Erlebnisse die noch kommen werden.
Meine Familie und ich wünschen Ihnen ein gutes Neues Jahr und viel Glück!
Mit lieben Grüßen
Barbara Woath




