Seit 2006 -> Adoptionen: 4.083 | Kastrationen: 6.031 | Futterspenden: 220.512 kg

Über Henry


 

Über Henry


Henry hat uns vor vier Monaten verlassen, kurz nach seinem neunten Geburtstag. Obwohl wir alles unternommen haben, unserem geliebten Basset-Rüden zu helfen, nachdem bei ihm eine besonders aggressive Krebsart festgestellt worden war, konnten wir ihn nur noch sieben Wochen bei uns haben. Dann musste er eingeschläfert werden.
Er war noch voller Energie und Lebenslust, als sich die Krebswunden unerwarteter Weise wieder öffneten, und nun nicht mehr zugedeckt werden konnten. Henry war tapfer, er wollte uns nicht verlassen. Zunächst war er überzeugt, es wäre nur ein weiterer Gang zum Tierarzt, dass er dann vom metallenen Untersuchungstisch heruntergehoben werden würde und wir bald wieder zuhause wären, wo er im großen Küchenraum, auf der Couch und im Bett seine Lieblingsplätze hatte. Als er dann draufkam, dass es nicht mehr so sein würde, leckte er mein Gesicht. Er blutete noch immer, als wir ihm vom Tisch herunterhalfen. Während die Tierärztin die erste Spritze vorbereitete, setzte ich mich auf den Boden in einer Ecke des Untersuchungszimmers mit Henry auf meinem Schoß. Die anderen verließen den Raum, und Henry und ich waren alleine. Zum ersten Mal hatte Henry Angst. Ich wollte ihm zuliebe ruhig bleiben und ihn trösten, aber ich weiß, dass er fühlte, wie es mir das Herz brach, als ich ihm sagte, wie sehr ich ihn liebte und dass er mein „best boy“ war. Allmählich fing sein Körper an, sich in meinen Armen zu entspannen. Als er die Augen schloss, flüsterte ich ihm weiterhin ins Ohr und erinnerte ihn an all die wundervollen Zeiten, die wir zusammen waren. Die Ärztin, mein Mann und unsere Freundin Vula kamen wieder herein für die letzte Spritze.

Innerhalb von Sekunden warst Du weg. Du hast uns verlassen mit dem Klang meiner Stimme in Deinem Ohr, während ich Dein wunderschönes Gesicht liebevoll streichelte. Wir waren alle für Dich da, Henry…
Es war sehr schwer für mich, Dich dort auf dem Boden liegen zu lassen und wegzugehen. Du warst immer so stark und voller Leben und Freude. Als ich dort stand und Dich anschaute, kamen mir Erinnerungen daran, wie Du glücklich warst, durch die Wälder zu laufen, vor lauter Vorfreude laut zu bellen wenn Dein Essen vorbereitet wurde, wie Du für unsere Enkelin immer ein wunderbarer Polster warst, wie Du mit Deinem Basset-Bruder und Deinen Schwestern gespielt hast und alle Gäste, die uns besuchen kamen, immer begeistert begrüßt hast. Du warst ein wunderschöner Basset Boy. Du hast es geliebt fotografiert zu werden, und jedes Mal wenn für eine Animal Care Austria eine Veranstaltung vorbereitetet wurde, warst Du bei mir. Es war schwer für mich, die Fotos für unser letztes Welttierschutztag-Event zu sehen. Es war das erste Foto ohne Dich, seit ich ACA gegründet habe.

Henry, Dich adoptiert zu haben, war für mich der Grund, mich für Tierschutz und –Fürsorge einzusetzen. Ich bin dankbar, dass unsere Tierärztin, damals, als wir unseren vorigen Basset hinüberbegleiten mussten und sie uns dabei unterstütze, anregte, einen neuen Hund von einer Tierfürsorgeorganisation zu nehmen. Du warst ein armer, 7-Monate alter Hund mit extremen Hautproblemen, dem Cushing-Syndrom, und hattest Trennungsangst. Wir nahmen Dich mit nach Haus und gaben Dir alles, was Du brauchtest, um Deine Vergangenheit zu überwinden. Dafür gabst Du uns Liebe, Überschwänglichkeit und Freude. Ich wusste, dass ich anderen Hunden helfen wollte, wie wir Dir geholfen haben. Unsere Liebe zu Dir führte dann bald zur Gründung von Animal Care Austria.

Ich bin zutiefst traurig. Während ich diese Schlusszeilen schreibe, schaue ich hinüber zu jenem Platz, wo Du immer gesessen bist, mir zuschauend und darauf wartend, dass ich mich wieder Dir widmen konnte. Du bist nicht hier, aber Du bist in meinem Herzen. Du warst mein Bester!

Wir vermissen Dich schmerzlich,
Carol und Jan
Arnie, Tiffany und Buffy
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About Henry

Henry left us 4 months ago, shortly after his 9th birthday. Even though we did every thing possible to help our beloved Basset boy after his aggressive form of cancer was identified, we only had 7 weeks with him before we had to put him to sleep. He was still full of energy and life on that terrible day when the cancer sores unexpectedly opened again, and this time could not be closed. Henry was brave; he did not want to leave us. At first he was sure that this was just another trip to the doctor, that he would be lifted off of that metal examining table, and that we would soon be back at home where he had his favourite places in the kitchen, on the couch, and in bed. Later when he realized that this was not meant to be, he licked my face. Still bleeding, we helped Henry down from the table. As the doctor prepared the first injection I sat down on the floor in a corner of the room with Henry on my lap. The others left the room, and Henry and I were alone. For the first time, Henry was scared. I wanted to stay calm for him and comfort him, but I know he could feel my heart breaking as I told him over and over again how much I loved him and that he was my best boy. Slowly his body began to relax in my arms. As he closed his eyes I continued whispering in his ear, reminding him of all of our wonderful times together. The doctor, my husband, and our friend Vula returned for the final injection. Within seconds you were gone. You left us with the sound of my voice in your ear, and with the loving touch of my hands caressing your beautiful face. We were all there for you, Henry.

It was difficult for me to leave you there on that floor and walk away. You were always so strong and full of life and joy. As I stood looking at you I was flooded with remembrances of you happily running in the woods, barking with great anticipation for your breakfast and lunch, allowing our granddaughter to use you as a pillow, playing with your Basset brother and sisters, eagerly greeting all of the guests coming to our home. You were a beautiful Basset boy. You loved being photographed, and every time photos were made for an Animal Care Austria event, I always had you with me. How strange it was for me to see the last event photo taken a few weeks ago for world animal welfare day. It was the first photo taken since I founded ACA without you.

Henry, adopting you was the reason why I became involved with animal rescue and welfare. I am grateful that our vet, who had supported us through the death of our previous Basset, suggested adopting a new dog from an animal welfare organisation. You were a poor, 7 month old suffering from extreme skin problems, Cushing Disease, and separation anxiety. We brought you into our home, provided you with everything you needed to overcome your past. In return you gave us love, exuberance, and joy. I knew that I wanted to help other dogs as we had helped you. Our love for you eventually led to the founding of Animal Care Austria.

I am deeply sad. As I write these last lines I look over to the place where you would normally be sitting, watching me, waiting for me to finish. You are not there, but you are in my heart. You were my best boy.

Sadly,
Carol and Jan
Arnie, Tiffany and Buffy












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